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Mein Flugschlag

(klicke auf die Fotos für die Grossansicht)

h75Mein Flugschlag entspricht nicht den üblichen Normen von Flugschlägen: ich halte meine Flugtauben und Dropper im 8. Stockwerk eines Mietshauses. Ich wohne in der Agglomeration Basel in einem Wohnquartier mit Hochhäusern und kleineren Mehrfamilienhäusern, ca. 100 m vom Wald entfernt (siehe die unten stehenden Fotos vom Flugschlag).

Nachfolgend möchte ich die Vor- und Nachteile einer solchen Taubenhaltung beschreiben, zuerst aber gleich meinen sehr toleranten Nachbarn ein Kränzlein winden. Denn wenn eine Taube mal meinen Balkon verfehlt und stattdessen bei einem von ihnen landet (das kommt hauptsächlich in der Eingewöhnungsphase vor, oder wenn die Tauben von einem Feind verfolgt werden), haben bis jetzt alle Verständnis gezeigt, wofür ich ihnen sehr dankbar bin.

75Vorteile: Da das Haus an höchster Stelle der Umgebung steht, ist es für die Jungtauben beim Einfliegen leichter, da der Landeplatz für sie gut sichtbar ist, und beim Landen müssen die Tauben nicht tiefer als 35 m runter kommen. Somit haben Taubenfeinde (Ansitzjäger) keine grossen Chancen sie zu erwischen. Kommt der Feind von oben, haben sie die Chance, sich zwischen den Hochhäusern zu retten. Trotzdem habe ich jährlich grosse Verluste durch die Luftjäger = WF.

Nachteile: Ich halte nur Täubinnen und Jungtauben, auch bei den Droppern, damit die Nachbarn nicht durch das Rufen der männlichen Tauben gestört werden. Bei dieser Haltung ist die Anzahl der Flugtauben und Dropper sehr beschränkt. Wenn die Tauben in der Mauser sind, ist es keine Seltenheit, dass wir die Federn 3 mal am Tag mit dem Staubsauger beseitigen, damit ich mit meinen Tauben bei den Nachbarn nicht negativ auffalle. Die Dropper waren das grösste Problem.Normalerweise werden Pfauentauben, Arabische Trommeltauben oder auch Altholländische Tümmler als Dropper eingestzt. Meine Dropper  aber müssen gut fliegen können, denn wenn sie das Flugbrett verfehlen , müssen sie fähig sein, mit eigener Kraft in das 8. Stockwerk zu kommen. Ich versuchte es mit Italienischen Mövchen, Burmali-Mövchen, Damascenern und verschiedenen Mischlingen. Das Problem war, die meisten flogen zu lange und hatten einen nervösen Flug; sie trieben mir die Tippler weg anstatt sie anzulocken. 8Die Damascener-Mischlinge waren sehr territorial. Wenn sie auf dem Flugbrett frassen, und es kamen Tippler dazu, so wurden diese verjagt.Bei den Jungtauben hatte dies verheerende
Folgen, sie waren dann so verängstigt, dass sie sichnicht mehr auf das Flugbrett wagten .ZurZeit habe ich Mischlinge von Burmali-Mövchen, Indischen Pfauentauben und Bakiner Tümmlern. Diese Mischung hat sich bis jetzt am besten bewährt. Vor allem haben sie einen sehr guten Charakter: sie ziehen sich beim Fressen auf dem Flugbrett zurück, wenn Tippler dazukommen. Da mein Flugbrett nur klein ist (38x60 cm), ist es wichtig, dass sie den Tipplern Platz machen.
Wie ich schon erwähnt habe, setze ich alles daran, dass sich kein Mieter über meine Tauben ärgern muss. Wenn sie fliegen, werden sie von den wenigsten Menschen bemerkt. Nach der Landung achte ich immer darauf, dass Dropper wie Tippler gleich in den Flugschlag kommen. Sie dürfen auf keinen Fall auf dem Dach herumsitzen. Wenn sie das als Jungtauben lernen, so können sie es auch als Alttauben.

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